Wenn das Übel nicht an, sondern in der Wurzel steckt

Er raubt einem den Nerv, dieser feine, pochende Schmerz, der meist abends beginnt, wenn man zur Ruhe kommt. Der Zahn wird immer berührungsempfindlicher, selbst eine Schmerztablette zeigt keine Wirkung mehr. Auch ganz Hartgesottene finden dann den Weg auf den Zahnarztstuhl und nehmen jede Hilfe dankbar an.

Was steckt dahinter? Hauptursache für die entzündliche Reaktion ist meist die kariöse Zerstörung der Zahnhartsubstanz. Zellgifte der Bakterien gelangen in das Zahnbein und lösen im Zahnmark eine Entzündungsreaktion aus. Diese kann auch deutlich später an bereits sanierten Zähnen ablaufen. In einem fortgeschrittenen Stadium zerstören Bakterien das Zahnmark und führen zu ihrem vollständigen Absterben. Weitere Gründe für eine entzündliche Reaktion sind unter anderem thermische oder chemische Reize, Risse in der Zahnhartsubstanz oder gar eine Unfallverletzung (Trauma). Unbehandelt führt diese Entzündung neben den Schmerzen auch zu einer Schädigung und Infektion des Kieferknochens.

„Das Übel an der Wurzel packen“ – das gilt im übertragenen Sinn auch für die Behandlungsmöglichkeiten des Zahnarztes. Moderne Verfahren der Wurzelbehandlung können solche geschädigten Zähne noch viele Jahre erhalten. Das geschieht über sieben Millionen Mal pro Jahr in Deutschland. Damit ist die Wurzelkanalbehandlung eine der am häufigsten durchgeführten zahnärztlichen Behandlungen und eine der erfolgreichsten: Die Erfolgsraten liegen in den ersten fünf Jahren zwischen 85 und 95 Prozent, wie die European Society of Endodontology (ESE) unter strengen Kriterien feststellen konnte.

Lesen Sie, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung erfüllt sein müssen und vertrauen Sie dem Rat Ihres Zahnarztes.

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